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Warum Weiterbildung im Alltag an Grenzen stößt

Warum Weiterbildung im Alltag an Grenzen stößt

Was Zeitdruck und Realität mit der Verfügbarkeit von Wissen machen.

29.01.2026

Im Arbeitsalltag von Hausverwaltungen fehlt vor allem eines: Zeit.


Zeit, um Inhalte nachzuschlagen.
Zeit, um Schulungsunterlagen erneut zu prüfen.
Zeit, um zu recherchieren, ob sich rechtliche Rahmenbedingungen geändert haben.

Entscheidungen entstehen selten geplant. Sie entstehen zwischen Terminen, Rückfragen und Fristen.

Genau hier beginnt die eigentliche Herausforderung für Weiterbildung.

Zeit ist der knappste Faktor


Zeitmangel ist kein organisatorisches Problem – er ist strukturelle Realität.

Im Alltag bleibt kaum Raum:
– um Inhalte nachzuschlagen
– um Schulungsunterlagen erneut zu prüfen
– um zu recherchieren, ob sich rechtliche Rahmenbedingungen geändert haben

Wissen, das nicht schnell verfügbar ist, wird im Zweifel nicht genutzt.

Nicht aus Nachlässigkeit. Sondern aus Notwendigkeit.

Zwischen Schulung und Entscheidung liegt der Alltag


Weiterbildung findet oft in einem anderen Kontext statt als Entscheidungen.

Seminare sind:
– geplant
– strukturiert
– thematisch abgegrenzt

Der Alltag ist:
– ungeplant
– fragmentiert
– situationsabhängig

Zwischen einem Seminar und der konkreten Entscheidung liegen:
– Wochen oder Monate
– zahlreiche andere Themen
– neue rechtliche Entwicklungen

Was einmal gelernt wurde, ist im entscheidenden Moment oft nicht präsent.




Unsicherheit entsteht dort, wo Verantwortung getragen wird


Unsicherheit entsteht nicht aus Unwissen. Sie entsteht dort, wo Verantwortung übernommen werden muss.

Wenn Mitarbeitende sich fragen:
Ist das noch aktuell?
Dürfen wir das so umsetzen?
Gibt es dazu neue Urteile?
Wie gehen wir in diesem Sonderfall vor?

In solchen Momenten zeigt sich, ob Wissen im Arbeitsalltag trägt – oder nicht.

Weiterbildung scheitert selten am Wollen


Die meisten Hausverwaltungen wollen Qualität.
Sie investieren Zeit und Geld in Weiterbildung.
Sie nehmen ihre Verantwortung ernst.

Das Problem ist nicht die Motivation. Das Problem ist die Anschlussfähigkeit an den Alltag.

Weiterbildung wirkt nur dann, wenn sie sich dem Arbeitsalltag anpasst –
nicht umgekehrt.

Die eigentliche Frage


Wenn Qualität im Arbeitsalltag davon abhängt, dass Wissen verfügbar ist, wenn Entscheidungen getroffen werden müssen, dann stellt sich eine zentrale Frage:

Wie sollte Weiterbildung gestaltet sein, damit sie im Alltag wirklich wirkt?

Ihr LEWENTO Team.

(Fortsetzung folgt.)








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