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Der Deutsche Verwaltertag 2026 in Berlin

Der Deutsche Verwaltertag 2026 in Berlin

Das Klassentreffen der Branche

23.09.2026

Am 17. und 18. September fand der Deutsche Verwaltertag im Estrel in Berlin statt. Er stand unter dem Motto „Zukunft ist jetzt“. Wir waren selbstverständlich auch Vorort. Steffen hatte drei (!) Vorträge und wurde dabei von Hanna und mir (Katharina) unterstützt. Die Zahlen der Veranstaltung sprechen für sich. Mehr als 1500 Personen waren im Estrel und feierten die Branche, denn neben dem fachlichen Erkenntnisgewinn stand das Netzwerken im Mittelpunkt.

Der nun folgende Bericht ist rein subjektiv aus der Sicht einer teilnehmenden Anwältin.
Am Mittwoch haben wir uns aufgewärmt beim traditionellen Warm-Up. Die Räume waren ungewohnt, denn in diesem Jahr fand auch das Warm-Up im Estrel statt. Dies hatte den Vorteil einer kürzeren An- und Abreise, auch wenn man wie ich nicht im Estrel wohnte. Ich saß mit Mitarbeiter:innen der Domus Software AG zusammen; es war schön, den E-Mail-Adressen und Telefonstimmen nun auch Gesichter und Menschen zuordnen zu können.

Der Donnerstag begann dann früh, für mich mit einem Besuch der Fachausstellung und der dortigen Kaffeestation von Kalo, vor der sich regelmäßig eine lange Schlange bildete. Der Kaffee war aber auch viel besser als der des Hotels (sorry, aber das muss einfach gesagt werden). Bereits in der Schlange traf ich Mitarbeiterinnen von Mandanten, was mich zu der Feststellung verleitete, dass die Welt doch ein Dorf ist. Die Stimmung wurde hier noch besser, denn diese lobten die Kollegen von GROSS und baten mich Grüße auszurichten.

Ich muss ehrlich gestehen, dass mich der erste Vortrag nicht vom Hocker gerissen hat, also bin ich wieder in die Ausstellung und habe mich dort verquatscht – mit den Mitarbeitern der INCON aber auch der ista und von techem. Ich habe das Gespräch gesucht mit Klöber, mit denen wir im Klöber Familiy Projekt zusammenarbeiten. Steffen hat in dieser Zeit bei idwell einen Vortrag gehalten. Das große Thema überall – im Plenum und in der Ausstellung - war KI.

Am Nachmittag habe ich die sich sehr lohnenden mietrechtlichen Vorträge der Kollegen Hannemann und Butenberg gehört, bevor es dann am späten Nachmittag in die Arbeitsgruppen ging. Dort war auch wieder Steffen mit von der Partie. Er sprach – passend zum Thema KI und Zukunft – genau darüber, über die rechtliche Seite des Einsatzes von KI. An dieser Stelle lobe ich mal meinen Chef: Der praxisorientierte Vortrag kam sehr gut an. Ähm, meinen eigenen Eindruck kann ich hier nicht wiedergeben, weil ich mit zwei Verwalterkollegen bei einem oder mehreren Gläsern Sekt über rechtliche und technische Neuerungen kommuniziert und daher den Vortrag verpasst habe.

Nach ein bisschen Aufbrezeln ging es dann auch schon zum Festabend. Der Landesverband Berlin Brandenburg hatte Steffen und mich seinen Tisch eingeladen, so dass wir in der allerersten Reihe saßen. Ein paar Bilder habe ich hier beigefügt. Es war feierlich und lustig, also eine perfekte Mischung. Sylvia Pruß und Martin Kaßler haben moderiert – eine sehr gelungene Premiere. Die anschließende Party nahm kein Ende – oder doch, aber erst halb vier (am Morgen!).


Etwas sehr übernächtigt begab ich mich am nächsten Morgen zum Kaffeestand, der aber erst um 8:30 Uhr öffnete. Auch bei den Ausstellern war noch nicht viel los und so kam ich mit verschiedenen Dienstleistern ins Gespräch, die wie ich Frühaufsteher sind. Es war sehr interessant hier neue Kontakte zu knüpfen. Die ersten beiden Vorträge waren das frühe Aufstehen wert. Dr. Ott, der angab gar nicht geschlafen zu haben, berichtete kritisch über die neuere Rechtsprechung in WEG-Recht und überzog ein paar Minuten, obwohl der nächste Referent schon in den Startlöchern stand und der Moderator ihm mit vollem Körpereinsatz das Ende signalisierte. Den letzten Fall möchte ich hier kurz schildern:

Dr. O aus B. fuhr eigens nach T. um dort die legendäre Fahrradbrücke West zu befahren. Dr. O stellte fest, dass diese sogar beheizt ist. Dr. O will nun auch in B. auf seinem Arbeitsweg derartige Brücken benutzen, besonders, wenn er die Stadtautobahn überquert. Was muss Dr. O unternehmen?

Der nachfolgende Redner Boris Palmer, Oberbürgermeister von Tübingen, konnte diese Frage nicht beantworten. Er sprach über den Irrsinn in der Verwaltung, aber auch über Lösungsmöglichkeiten. Dies war sehr unterhaltsam und zum Lachen, das mir aber auchim Hals stecken blieb. Ich wünsche den Kommunen einen derart mutigen Entscheider und vom Gesetzgeber wünsche ich mir, dass diesen mutigen Entscheidern auch ein Ermessen eingeräumt wird.

Auch am Freitag passten das Essen und die Laune der müden Kollegen, die mit sehr tiefen Stimmen sprachen. Lotteriepreise wurden vergeben und viel gelacht.

Fazit:

Wie meine anderen Beiträge beendet ich auch diesen mit einem Fazit (KI erstellt, aber dennoch wahr):
Der Deutsche Verwaltertag 2026 war für mich in erster Linie ein großes Wiedersehen, es fühlte sich an wie ein großes Klassentreffen der Branche. Dazu kamen viele neue Kontakte, spannende neue Aussteller und einige fachliche Erkenntnisse, die ich mitnehme. Die Stimmung war durchweg sehr gut – von der lockeren Warm-up-Atmosphäre am Mittwoch bis zum ausgelassenen Festabend am Donnerstag. Für nächstes Jahr ist der Termin geblockt.

Autorin: Katharina Gündel, GROSS Rechtsanwaltsgesellschaft mbH


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